SBCS #1 – Rückblick

Unser erster Social Business Club Styria war ein erfolgreicher Pilot: Wir konnten nicht nur eine hochkarätige und überaus spannende Podiumsdiskussion zum Highlight des Abends zählen, sondern durften feststellen, dass wir ohne große Werbung und Ankündigung zu unserer Überraschung und Freude über 80 Gäste im Grazer Lendloft begrüßen konnten, die mit uns darüber diskutierten, ob Social Entrepreneurship und Social Business neue Potentiale für die Steiermark versprechen.

Aus unserer Sicht zeigte der Abend, dass obwohl in der steirischen Öffentlichkeit noch nicht großartig wahrgenommen, es unter der Decke „brodelt“ und es doch eine beachtliche Crowd gibt, die entweder bereits Bezug oder Interesse zum Thema Social Entrepreneurship, Social Business oder Social Innovation mitbringt.

Als Podiumsgäste hatten wir Sava Dalbokov, Vorstandsdirektor der Steiermärkischen Sparkasse, Rüdiger Wetzl von Compuritas, Walburga Fröhlich, die Geschäftsführerin von atempo, Norbert Hackl, der mit seinem Labonca-Biohof ein nachhaltiges Konzept einer Schweinezucht betreibt und Bernhard Weber vom Gründerzentrum Science Park Graz eingeladen.

Unser Ziel war es ein breites Spektrum an Meinungen und eine Vielzahl von Akteuren aus unterschiedlichsten Handlungsfeldern eingebunden zu wissen, um über Herausforderungen, Problemstellungen, Wünsche und Anliegen möglichst vielschichtig zu einem Wir-Gefühl zu kommen, das die Basis für ein weiteres Zusammenwachsen der Gemeinschaft sein sollte.

Die Steiermärkische Sparkasse – Soziale Finanzprodukte

Sava Dalbokov gab Einblick „in seine wildesten Träume“, als Bank mit sozialen Finanzprodukten der Bankenwelt wieder mehr Vertrauen zu geben. Er sehe es in der gemeinsamen Verantwortung von Politik und Wirtschaft an einer nachhaltigen gesellschaftlichen Entwicklung zu arbeiten. Dazu müsse das normale Geschäft der Unternehmer sozialer und nachhaltiger werden, so wie es momentan Großhandelsketten beispielsweise versuchen.

Der Labonca Biohof – Sonnenschweine & Genussscheine

Als weniger explizite Form des „gesellschaftlichen Unternehmertums“ gab Norbert Hackl vom Biohof Labonca Einblick in seine Form des Wirtschaftens. Er erhofft sich mit seinem Konzept mehr Bewusstsein bei den Konsumenten zu fördern und zu einer neuen Kultur des Konsums beizutragen.

Atempo – für die Gleichstellung von Menschen

Walburga Fröhlich zeigte, dass sich selbst mit Benachteiligungen, oder zumindest mit gesellschaftlich als solchen empfundenen, Stärken identifizieren lassen, die wirtschaftlich verwertbar sind und “Nutzen” stiften. Mit Atempo gibt es ein Konzept das nicht auf Mildtätigkeit setzt, sondern Menschen mit Lernschwierigkeiten eine Beschäftigung ermöglicht, die auf dem freien Markt mit einem klaren Kundennutzen (verständlich aufbereitete Texte) im klassischen Sinne „Wert schöpfen“.

Compuritas – Green & Social IT

Rüdiger Wetzel von der Compuritas, der mit seinem Hardware-Vergabe-Programm doppelten Nutzen schafft, nämlich ausrangierte IT-Systeme vor der Verschrottung zu bewahren und diese nach geringfügigen Aufbereitungen benachteiligten Personen erschwinglich zur Verfügung stellt, zeigte dass Social Entrepreneurship nicht auf komplexen Konzepten beruhen muss.

Offene Techologie Labors (OTELOs)

Der Ashoka-Fellow Martin Hollinetz stellte sein Konzept der Offenen Technologielabors vor (Otelo), die zur Förderung und Attraktivierung ländlicher Regionen beitragen und dem Brain Drain entgegenwirken. Sie geben Menschen die Möglichkeit sich in unterschiedlichsten Kompetenz- und Technologiebereichen auszuprobieren, zu experimentieren und Menschen zusammenzubringen. Otelos stellen die Rahmenbedingungen zur Verfügung die Menschen aus ihren Interessen und Talenten „etwas“ entstehen lassen sollen.

Impulsvorträge von Studierenden der KF Universität Graz

„Aufgepeppt“ wurde die Podiumsdiskussion von Präsentationen von StudentInnen der Karl-Franzens-Universität, die über die Lehrveranstaltung „Social Entrepreneurship in an Urban and Regional Context“ über das Institut für Geographie und Raumforschung in der Gestaltung des Abends wesentlich mitgewirkt haben. Sie haben mit Inputs zu den Wurzeln der Bewegung, mit den Betätigungsfeldern von Social Entrepreneurs, mit MultiplikatorInnen der Bewegung, der wirtschaftlichen Bedeutung und einer soziologischen Auseinandersetzung die Diskussion „befeuert“ und einen spannenden Diskurs gefördert, der mit Sicherheit Fortsetzung finden wird …

Hier der Link zum ausführlichen Pressetext!

Links zu den Webpräsenzen unserer Gäste …

www.atempo.at
www.sciencepark.at
www.labonca.at
www.otelo.or.at
www.compuritas.at
www.sparkasse.at

Link zur Lehrveranstaltungsbeschreibung …

https://online.uni-graz.at/kfu_online/lv.detail?clvnr=328835

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