Was ist “Social Business” eigentlich..?

Wenn Social und Entrepreneurship bzw. Social und Business als Wortzusammensetzung gebraucht werden, dann entsteht häufig Verwirrung. Sprachwissenschaftler verorten da ein Oxymoron, einen Begriff der einen inhärenten Widerspruch in sich trägt, weil „social“ und „business“ aus zwei unterschiedlichen Welten kommen sollen.

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Aber macht man sich bewusst das „social“ aus dem Englischen kommend eigentlich nicht im klassisch deutschen Sinne „sozial“ sondern „gesellschaftlich“ meint, so ist dieser Widerspruch schnell aufgelöst: denn jedes wirtschaftliche Handeln hat gesellschaftliche Auswirkung. Das heißt Menschen bedienen sich der Wirtschaft um bestimmte gesellschaftliche Ziele zu erreichen. Umso schöner wenn wirtschaftliches Handeln gesellschaftliche Anliegen zum zentralen Gegenstand hat und Menschen dadurch in den Mittelpunkt gestellt werden, und die Wirtschaft den Menschen dient.

Entrepreneurship als neudeutsches Fachvokabular hat für uns zwei Komponenten: Zum einen bedeutet es Innovation. Zum anderen ist Entrepreneurship für uns eine Haltung, die als Business Mindset charakterisierbar ist. Innovationen können Personen oder Organisationen in unterschiedlichen Bereichen hervorbringen. Zum Beispiel Produktinnovationen, Dienstleistungsinnovationen, soziale Innovationen, Strukturinnovationen, regionale Innovationen, oder Prozessinnovationen. Personen mit einem Business Mindset gehen gerne ein Risiko ein, entwickeln Lösungen für ein Problem, sehen Bedarf bzw. Bedürftigkeit, gehen mit Verantwortung voran und bauen nachhaltige Strukturen auf.

Social Entrepreneurship ist damit eine einfache Funktion: ein gesellschaftliches Anliegen mit einem unternehmerischen Zugang bzw. einer unternehmerischen Haltung lösen zu wollen.

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