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EU-Projekt RESONATE

Das 24-monatige Projekt RESONATE zielt darauf ab, regionale Impact Business Inkubatoren aus Österreich, Spanien und Italien in einem Netzwerk zusammenzubringen. Ziel ist der Austausch von Wissen über aktuellen Praktiken in Bezug auf Schulungen, Mentoring und Coaching-Aktivitäten für Sozialunternehmer*innen in den jeweiligen Regionen (Steiermark, Milano, Barcelona).

Projektpartner:

Social Business Club Styria (Koordinator)

Fondazione Giacomo Brodolini

DE FACTO Cooperativa

Soziales Unternehmertum steht für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen durch unternehmerisches Handeln. Neben den auf volle Nachhaltigkeit aufgebauten Geschäftsmodellen schaffen sie sinnvolle Arbeitsplätz und leisten einen wichtigen Beitrag zur Etablierung einer von zukunftstauglichen Wirtschaftslandschaft.

Unternehmertum ist eine der acht Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen, die von den europäischen Institutionen definiert werden. Gründerzentren für wirkungsorientiertes Unternehmertum unterstützen den Aufbau dieses Sektors, indem sie nicht nur Dienstleistungen wie Büroräume und Beratung anbieten, sondern auch eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Vermittlung  von relevantem Wissen und der Verbesserung von Fähigkeiten durch nicht formale Lernmöglichkeiten spielen. Diese Organisationen bieten verschiedene Angebote an, von stundenweisem Coaching bis zu mehrmonatigen intensiven Mentoring-Programmen. Solche Schulungen decken zahlreiche Themen ab und helfen dabei, soziale innovative Unternehmungen zu schaffen bzw. bestehende Unternehmen in diesem Bereich zu stärken. Sozialunternehmer*innen lernen unter anderem, neue Ideen zu entwickeln, Geschäftsmodelle aufzubauen, ökologisch-soziale Wirkungen zu messen, ein neues Unternehmen zu gründen oder sich auf investitionstauglich zu werden.

Im Rahmen von RESONATE sind gemeinsame Mitarbeiterschulungen der unterschiedlichen Inkubatoren geplant, um bewährte Verfahren auszutauschen und zu diskutieren und Kompetenzen von Trainer*innen und Mentor*innen der teilnehmenden Organisationen zu entwickeln.

Es werden verschiedene Methoden ausgetauscht, um die Kapazitäten innerhalb der drei Gründerzentren für wirkungsorientiertes Unternehmertum zu verbessern und Sozialunternehmer*innen mit qualitativ hochwertigen, modernen Schulungsaktivitäten, Coaching und Mentoring zu versorgen. Dies wird auch direkt im nationalen und internationalen Netzwerk der Organisationen verbreitet. RESONATE-Projekt hat auch das langfristige Ziel, diese entstehende strategische Partnerschaft unter Einbeziehung anderer internationaler Partner als Mitglieder wachsen zu lassen.

Die gemeinsamen Schulungen für Mitarbeiter*innen werden in jedem Land eine ähnliche Struktur haben, wobei ein besonderer thematischer Schwerpunkt auf dem ergänzenden Fachwissen der Organisationen liegt:

1. Interpretation von sozialem Unternehmertum, regionalen Ökosystemmechanismen, politischer Unterstützung und Anerkennung von nicht formalem Lernen.

2. Finanzmarkt, Beziehungen zu Investor*innen, Investitionsbereitschaftsprogramme und Folgenabschätzung.

3. Good practice in Bezug auf das Engagement von Sozialunternehmer*innen als Lernende sowie das Schulungsportfolio und die Schulungsmethoden.

Nach jeder Schulung wird ein Arbeitspapier auf der RESONATE-Website veröffentlicht und über EPALE und Erasmus+ auch in der Fachwelt veröffentlicht.

Die Verbreitung der Ergebnisse erfolgt nicht nur webbasiert. An einem Tag jeder Schulungsaktivität wird in Workshops sichergestellt, lokale Interessengruppen zu treffen und Projektergebnisse zu verbreiten. Indirekte Zielgruppen des RESONATE-Projekts sind Sozialunternehmer*innen, die in den drei Regionen tätig sind und Menschen mit benachteiligtem Hintergrund, in dessen Interesse diese Unternehmen arbeiten. Sie erhalten auch Informationen über relevante EU-Richtlinien, Finanzierungsprogramme und zukünftige Möglichkeiten von Erasmus+.

Das Projekt wird direkt zu einem kleinen transnationalen Netzwerk regionaler Akteure im Bereich des sozialen Unternehmertums führen, das auf europäischer Ebene wachsen kann. Das RESONATE-Projekt konzentriert sich auf die Bereitstellung transnationaler Peer-Learning-Aktivitäten für Gründerzentren für wirkungsorientiertes Unternehmertum. Schulungsangebote werden vorwiegend für Sozialunternehmen bereitgestellt.

Die geplanten Auswirkungen des Projekts werden hauptsächlich auf Personal-, Organisations-, lokaler und regionaler Ebene erwartet. Die Projektteilnehmer*innen werden jedoch die Möglichkeit suchen, die Ergebnisse in die Politikgestaltung der EU einzubeziehen. Geplante Lernergebnisse für die Teilnehmer sind ein besseres Verständnis der verschiedenen regionalen Ökosysteme für soziales Unternehmertum, ihrer organisatorischen und finanziellen Aspekte, Folgenabschätzungen, die Erstellung eines Schulungsportfolios und die Verwendung verschiedener Methoden sowie ein besseres Wissen über die Unterstützung der Entscheidungsfindung. Die Kompetenzen der Teilnehmer in Bezug auf den Einsatz innovativer Tools in ihren Trainings-, Mentoring- und Coaching-Aktivitäten werden ebenfalls erhöht. Es wird erwartet, dass teilnehmende Gründerzentren ihre organisatorischen Kapazitäten und Schulungsmöglichkeiten verbessern. Sozialunternehmer*innen als indirekte Zielgruppe von RESONATE profitieren von modernen, den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angemessenen Trainingsmethoden und Trainer*innen bzw. Mentor*innen mit höherem Fachwissen. Durch die Entwicklung der Schlüsselkompetenzen von Sozialunternehmer*innen können sie ihre Unternehmen besser gründen oder vergrößern und in ihrem operativen Bereich eine größere Wirkung erzielen, indem sie benachteiligte Menschen mit innovativen Lösungen unterstützen, Umweltprobleme angehen und im Allgemeinen dazu beitragen, mit ihrem Kerngeschäft den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen gerecht zu werden.

Die Unterstützung der Europäischen Kommission für die Erstellung dieser Veröffentlichung stellt keine
Billigung des Inhalts dar, welcher nur die Ansichten der Verfasser wiedergibt, und die Kommission kann nicht
für eine etwaige Verwendung der darin enthaltenen Informationen haftbar gemacht werden.

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